Vorwort von Dr. Taibi Kahler

Elisabeth hat ein Buch über das Process Communication Model® geschrieben. Ich habe dieses Modell entwickelt und wende es in Geschäftsbereichen, in der Erziehung mit Eltern, Lehrern und Schulen an, ich lebe es mit meinen Freunden und den Menschen, die ich liebe. Es ist also einerseits mein Geschäft und mein Lebensunterhalt, andrerseits und wichtiger noch eine Herzensangelegenheit. Denn der Gegenstand der Betrachtung ist der Mensch. Menschen liegen mir am Herzen.

Die philosophische Grundlage meines Modells ist die humanistische Grundannahme, dass alle Menschen, so verschieden sie auch sein mögen, in Ordnung sind. Das ist kein Blick durch die rosarote Brille, durch die destruktives Verhalten einfach herausgefiltert wird. Ja! Menschen verhalten sich auch destruktiv, aggressiv oder ohne zu überlegen, sie verstricken sich in eskalierende Missverständnisse, und das Ergebnis ist für alle Beteiligten negativ. Ob es sich um den ganz privaten Rosenkrieg oder um Konflikte im Berufsleben handelt, das Hauptproblem ist meist Misskommunikation und die Eskalation destruktiven Verhaltens.

Wie kann das sein, wenn doch alle Menschen in Ordnung sind?
Menschen zeigen meist dann negatives Verhalten, wenn ihre physischen und psychischen Bedürfnisse nicht auf positive Weise befriedigt werden. Mein besonderes Anliegen sind die psychischen Bedürfnisse. Damit jeder von uns sich um seine eigenen psychischen Bedürfnisse kümmern kann und auch seinen Mitmenschen das anbieten kann, was diese brauchen, müssen wir zuerst erkennen, wer was braucht. Wir alle neigen dazu, anderen das anzubieten, was wir selbst wollen und brauchen – oft genug ist das das Falsche. Unser Mitmensch wird davon nicht nur nicht satt, sondern wird im Gegenteil immer hungriger.