Anwendungsbeispiele in der Schule

Ein „schwieriger“ Kollege nützt jede Lehrerkonferenz dazu, jede kleinste Entscheidung zu einer Grundsatzdiskussion zu machen. In diesen Gesprächen wird er stur, rechthaberisch und selbstgerecht. Jedes mal droht eine Eskalation. Hier handelt es sich um einen Beharrer, der sein Distressverhalten zeigt. Wenn wir seine bevorzugte Art zu kommunizieren und sein wichtigstes psychisches Bedürfnis kennen, können wir dem Konflikt vorbeugen und die Lehrerkonferenz zügig und produktiv zu Ende bringen.

Eine Mutter erscheint regelmäßig in der Sprechstunde und äußert jammernd ihre Sorge um die „arme“ Tochter. Sie heischt um Verständnis, zeigt sich als überbehütend und beklagt die überfrachteten Lehrpläne. Sie erzählt, dass sie selbst vergessen hat, den Wecker der Tochter zu stellen und aus Versehen, mit der Tochter den falschen Stoff gelernt hat. Diese Mutter geht ihnen auf die Nerven und klaut ihnen ihre Zeit. Sie spüren, wie sie sauer auf sie werden. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Empathkerin im Distress. Auch diese Frau können Sie mit typenspezifischer Kommunikation und Angeboten an psychischer Bedürfnisbefriedigung, dazu einladen klar zu denken und Probleme zu lösen anstatt sie zu beklagen.

6 Personen halten sich in einer Linie an den Händen