Anwendungsbeispiele für die Familie

Ein Vater kommt äußerst kooperationsbereit in die Sprechstunde und erzählt, dass er jetzt für seinen chaotischen Sohn „eiserne“ Regeln aufgestellt hat, die die schulischen Leistungen verbessern sollen:
Sofort wenn der Knabe von der Schule nach Hause kommt, wird gegessen, unmittelbar danach werden die Hausaufgaben gemacht und zwar in seinem Zimmer, ohne Musik!!!. Danach eine kleine Pause, in der er in seinem Lieblingsbuch lesen darf, danach noch eine Stunde lernen, in seinen Problemfächern.  Für gute Ergebnisse bekommt er kleine Geschenke, die ihm das Lernen erleichtern sollen (Bücher, Karteikarten für Vokabeln, einen wirklich guten Zirkel für Geometrie, usw.) Wenn er diese Regeln verletzt, werden Fußball, Fernsehen und Musikhören gestrichen.
Hier scheint es sich um einen Logikervater zu handeln, der seine liebe Not mit seinem Rebellsohn hat. In bester Absicht verordnet er seinem Sohn, was er selbst als hilfreich erleben würde: klare Strukturen, einen Plan für jeden Tag, Anerkennung für seine Leistungen. Armer Vater, armer Sohn!
Dieser Rebellsohn braucht spielerischen Kontakt, er braucht Spaß, also auch Musik während der Hausaufgaben und humorvolle Konfrontationen, die er spielerisch annehmen kann. Harte Kost für den Vater ...allerdings, die einzig erfolgversprechende.

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